Ägäis-Tour
Hallo zusammen,
in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist Mete angekommen, so konnte es am Donnerstagmorgen vor dem Berufsverkehr losgehen. Es ging über Tekirdag auf die Galipololi Halbinsel. Dort fand im ersten Weltkrieg die Schlacht um die Dardanellen statt. Die Alleierten haben es nicht geschafft die Türken von der Halbinsel zum Teil zu verdrängen. Die Schlacht dauerte achteinhalb Monate und es gab mehrere zehntausend Tote auf beiden Seiten. Eine Besonderheit war die Beteiligung von australischen und Neuseeländischen Truppen, die in den ersten Reihen für die Alleierten kämpfen mussten, ohne eigen Interessen am Krieg zu haben. Auch dieser Soldaten wird auf den Schlachtfeldern gedacht und jedes Jahr kommen viele Kiwis und Aussis um dieser zu gedenken.
Abends sind wir nach Canakale übergesetzt und haben die Nacht dort verbracht. Am Morgen ging es dann nach Troja. Wer jetzt denkt Troja – WOW – dem sei gleich gesagt, es lohnt sich gar nicht bis kaum. Die Ruinen von Troja waren von mäßigem Interesse aber das Foto mit dem Pferd durfte ja nicht fehlen.
Unsere Tour führte uns weiter nach Bozcaada, einer der wenigen Ägäis-Insel, die zur Türkei gehören. Bozcaada war ein Tipp meiner Mitbewohnerin, die uns dort auch noch eine Unterkunft organisiert hatte. Das Wetter war ein Traum und deswegen, ging es quasi direkt zum Strand. Da auf dieser Insel nur sehr wenige Touristen hatten, durften wir den Strand fast unser Eigen nennen. Das Wasser war erfrischend aber nicht kalt. Abends haben wir standesgemäß Balik-Raki (Fisch und Anis-Schnaps) am Hafen gegessen. Bozcaada produziert auch ein Drittel des türkischen Weines, dieses nahmen wir zum Anlass noch eine Flasche direkt am Wasser zu genehmigen. Es wird gesagt, dass die Lebenserwartung auf Bozcaada besonders hoch sei, wir glauben bei der Ernährung einen Grund dafür gefunden zu haben.
Das schöne Wetter ist uns am nächsten Tag nicht treu geblieben und so regnete es immer mal wieder und der Wind blies. Wir setzten unsere Reise Richtung Assos weiter fort und erreichten den kleinen Hafen am späten Nachmittag. Dieser Ort besteht quasi nur 4-5 größeren Hotels und ein paar kleinen, welche alle direkt am Wasser liegen. Auch hier herrschte nur reges Treiben, da es noch keine Saison ist. Unsere Pension lag auch direkt am Wasser und hatte einen Hauseigenen Steg. In der Nacht konnten wir die sich brechenden Wellen von unserem Fenster aus hören. Den Abend verbrachten wir auf der Mole mit Cekirdeg (Sonnenblumenkerne) essen.
Am nächsten Morgen wollte die Sonne uns wieder und so begann der Tag mit einer Runde schwimmen. Nach dem wir unser Frühstück bei Lütfü Usta (so hieß unser Wirt) gegessen hatten, schauten wir uns noch die Ruinen von Assos an. Sie liegen auf dem Berg hinter dem Hafen und haben einen schönen Ausblick über das Meer und die gegenüberliegende Insel Lesbos. Dann ging es auch schon wieder heim. Wo wir gerade noch pünktlich das Spiel Fenerbahce – Trabzon anschauen konnten. Leider war mit einem 1-1 die Meisterschaft nicht zu holen...
Hier gibt es ein paar Bilder aus Andreas Album.