Donnerstag, 8. Juli 2010

Prag – Pilsen - Krakau - Warschau

Hallo zusammen,

ein kurzes Update, was so geschehen ist:

(2.7.)Den ersten Tag begannen wir mit dem bestaunen der meteorologischen Uhr am Marktplatz, von dort aus besuchten wir die angrenzenden Sehenswürdigkeiten: ein paar Kirchen, das Jüdische Viertel und die Karlsbrücke. Es gab viel zu sehen und die Häuser waren alle sehr schön, aber es war die touristischste Stadt auf unserer Reise.

Best of Prag

(3.7.)Den zweiten Tag nutzten wir für einen Abstecher nach Pilsen, der Geburtsstadt des Pilseners. Was dort gemacht wurde, es selbsterklärend: Brauereiführung und Bierverkostung. Die Dame, die uns durch die Brauerei führte, war auch so freundlich pünktlich zum Deutschlandspiel ihre Tour zu beenden und so konnten wir in der Kneipe auf der Großleinwand den Sieg über Argentinien schauen. Als wir abends wieder in der Stadt waren, haben wir uns die letzten 10 min des Spanienspiels beim public viewing auf dem Marktplatz angeschaut.

Best of Pilsen

(4.7.)Den letzten Tag verbrachten wir mit einem ausgiebigen Spaziergang zur Burg. Dieser gestaltete sich bei praller Sonne und hohen Temperaturen doch länger und anstrengender als erwartet. Dennoch wurden wir für unseren kleinen Umweg mit tollen Blicken über die Stadt belohnt. Die Burg war auch ganz nett aber wieder sehr bevölkert von Touristen. Die restliche Zeit genossen wir den Blick von der anderen Flussseite auf die Altstadt.
Für unseren letzten Nachtzug hatten wir einen 3er Abteil gebucht. Schon bei der Ankunft am Bahnhof wurde uns klar, dass wir auf alle Fälle einen dritten Mann reinbekommen würden und so teilten wir dann den soweit modernsten Schlafwagen mit einem australischen Berufstaucher.

Best of Prag II

(5.7.)In Krakau brachten wir erstmal unser Gepäck zu einem Freund von Andreas. Gestärkt durch ein polnisches Frühstück waren wir bereit und schauten uns das jüdische Viertel, den Domplatz und die Altstadt an. Krakau ist eine sehr nette Stadt und nicht so touristisch überlaufen wie Prag.
(6.7.)Die Wawelburg war dann das Ziel des zweiten Tages. Wir gönnten uns den Besuch der „state rooms“ und der Drachenhöhle. Es war ein netter Abschuss, wir aßen dann noch mit unserem Gastgeber polnische Spezialitäten und dann hieß es auch schon wieder Zugfahren.

Best of Krakau

(7.7.)Warschau erreichten wir nach einer angenehmen Zugfahrt. Der erste Eindruck war dennoch etwas depressiv, die alten Gebäude aus der Zeit als Russland Besatzungsmacht war dazu die Dunkelheit. Doch am nächsten Morgen besuchten wir die Altstadt, welche man nach der fast völligen Zerstörung nach dem 2. Weltkrieg schön wieder aufgebaut hat. Mittags trafen wir dann Rafal, einen Erasmuskommilitonen. Zusammen besuchten wir das Museum des Warschauer Widerstandes. Es ist sehr modern und es gab viel zu sehen. Das Spiel schauten wir dann in einem 3D Kino, leider war die Technik noch nicht ausgereift und so waren bei Kameraschwenks viele Details sehr schwammig. Ein richtiges 3D-Feeling kam nicht auf.

Best of Warschau I

(8.7.)Unseren letzten Tag in Warschau spazierten wir wieder durch die Stadt, dabei besuchten wir Rafals Universität, dessen Bibliothek ein bewachsenes und begehbares Dach hat und den schönen Botanischen Garten mit Pfauen. Warschau hat echt sehr schöne Ecken aber man merkt, dass hier doch vieles zerstört worden ist.

Best of Warschau II

Freitag, 2. Juli 2010

Ljubljana und Salzburg

Hallo zusammen,

(28.6/29.6/1.7)zwischen Zagreb und Ljubljana sind es nur ein paar Stunden Zugfahrt deswegen erreichten wir Ljubljana mittags. Die Sonne schien und wir machten uns auf den Weg zu unserem B&B, dort bekamen wir ein paar Drahtesel mit denen wir uns auf den Weg in die Stadt machten.
Ljubljana ist eine sehr nette, angenehme Stadt in der es ausgebaute Fahrradspuren und viele Cafes gibt. Die Altstadt ist um die Festung gelegen, von der man einen schönen Blick bis an die Alpen hat. Die Zeit verging dann auch irgendwie recht schnell. Wir wurde am Bahnhof auf ein Angebot aufmerksam, bei dem es all-you-can-eat BBQ für 5€ geben sollte. Dieses Angebot war von einem Hostel, das in einem Gebäude des ehemaligen Gefängniskomplexes war. Der Rest des Komplexes machte einen eher „alternativen“ Eindruck.

Da wir nicht in Museen wollten und uns dachten, dass wir lieber uns im kühlen Nass erfrischen wollten, entschieden wir uns den nächsten Tag in Bled zu verbringen. Es ist ein idyllischer Ort an einem See gelegen, der in der Mitte eine kleine Insel mit einer Kapelle hat. Es ist ein sehr beliebtes Fotomotiv, uns ging es primär um die erfrischende Wirkung des kalten Nasses. Wir stiegen aber auch auf einen auf 650m hohe gelegenen Aussichtspunkt. Der 30minütige Aufstieg wurde aber auch entlohnt.

Wir verabschiedeten uns von Ljubljana am frühen Morgen und fuhren nach Salzburg. Die Rucksäcke am Bahnhof eingeschlossen grasten wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt ab. Nach Ljubljana waren diese aber enttäuschend. Die Cafes waren nicht so einladend und ihre Preise jenseits unseres Budgets. Der hohe Anteil koreanischer Touristen viel uns auch direkt auf. Anscheinend hat die Anziehungskraft von Wolfgang Amadeus Mozarts Geburtshaus eine große Reichwiete. Für unsere Unterkunft hatten wir diesmal eine neue Art gewählt. Über das Internetportal Couchsurfing, hatten wir uns schon aus Istanbul einen „Couch Host“ gesucht, der uns eine Nacht auf seine Couch surfen ließ. Es war ein angenehmer junger Mann. Wir schauten ein bisschen Major League Baseball und Hart aber fair zusammen, bevor wir auch wieder platt ins Bett fielen.

Unser Host machte uns am nächsten Morgen auch noch Frühstück auf seinem Balkon, einfach topp! Dann ging es rauf zur Burg, sie ist gut erhalten und groß. Noch einmal durch die Stadt und ab zum Bahnhof und in den Zug nach Prag, aus dem ich euch gerade schreibe. Wir haben das 6er Abteil es für uns alleine, es gibt keine Klima, das Fenster ist offen, die Sonne steht tief, die Fenster sind offen der Wind bläst die Gardine durch das Abteil, es duftet nach Freiheit…

Best of Salzburg


Best of Bled


Best of Ljubljana

Montag, 28. Juni 2010

Zagreb, Plitwitze

Hallo zusammen,

(26.6/27.6) unser Zug nach Zagreb fuhr pünktlich ab, aber dafür war er auch stark nachgefragt. Unsere Reservierung in einem 6er Schlafabteil hatten wir glücklicherweise in Deutschland gebucht, also hatten wir ein Bett. Doch wurde diesmal auch das Abteil voll, so teilten wir 2 mal 2 mal 2,5 (m) mit einem anderen Deutschen, zwei Serben und einem Mitreisenden von ihnen, dessen Nationalität ich nicht kenne. Die Fahrt dauert 7 Stunden und wir erreichten pünktlich um halb 6 Zagreb.

Der Schlafmangel machte sich schon stark bemerkbar, deswegen wollten wir unsere Sachen schnell zum Hostel bringen. Es lag 20 min mit der Tram außerhalb. Wir legten unsere Sachen ab, gammelten 30 min rum, bevor wir wieder zum Kaffee in die Stadt fuhren. Um 9 Uhr hatten wir uns mit einem Erasmuskollegen aus Belgien, der von Wien nach Istanbul hitch hiked, verabredet. Wir trafen ihn auch pünktlich am Marktplatz und spazierten die auf der Karte eingezeichneten Routen ab und quatschen über dies und das. Da das Budget begrenzt war, kauften wir uns kroatisches Börek (welches sehr gut schmeckt und mit den Ustas mithalten könnte, aber Istanbuler Börek ist immer noch leckerer;)) und ein paar Flaschen belgisches Bier. Es war ein witziges Gefühl, in Zagreb zu sitzen, mit jemandem, mit dem man in Istanbul keine Zeit gefunden hat sich zu treffen weil man beidseitig immer auf Reisen war. Die Zeit verging schnell und wir brachten ihn noch an den Bahnhof.

Uns fiel dann auf, dass wir doch schon recht viel von Zagreb gesehen hätten und so gingen wir die Möglichkeiten, was wir am nächsten Tag machen könnten, durch. Wir stellten fest, dass wir gerne an die Plitwitzscher Seenplatte fahren wollten. So informierten wir uns bei der Touristeninformation und später auch am Busbahnhof über eventuelle Tickets.
Bevor es aber zum Bahnhof ging wollten wir unsere Tour in Zagreb mit dem Besuch des berühmten Friedhofes beenden. Dort gab es wirklich einige schöne Gräber und ich muss sagen ich war positiv von der Atmosphäre überrascht. Dann ging es zum Bahnhof.

Um Tickets am Busbahnhof zubekommen, muss man, anders als in der Türkei, zu einem zentralen Schalter, der für alle Gesellschaften verkauft, gehen. Dort sagte man uns, dass es besser sei nur die Hinfahrt zu kaufen, da man die Rückfahrt nicht garantieren könne. Wir fanden dann später heraus, dass es daran liegt, dass die Busse aus weiterweg kommen, und wenn man eine längere Strecke verkaufen kann, dann macht man das auch lieber.
Wir entschlossen uns am nächsten morgen früh hinzufahren und dann nach dem Spiel wieder zurück zufahren, irgendwie muss es ja klappen…

So fuhren wir morgens rechtzeitig zum Busbahnhof, um dann unser Ticket auf Grund von Tramverspätungen 2 min vor Abfahrt zu bekommen und zum „Peron“ zu spurten. Aber wir kamen rechtzeitig an und waren 2 Stunden später in Plitwitze. Dort machten wir die 4-stündige Tour. Es gibt dort mehrere Wasserbecken, die mit kleinen oder auch großen Wasserfällen (75m tief) verbunden sind. Man geht die ganze Zeit mehr oder weniger über Stege, die über dem Wasser verlaufen. Um die Landschaft in Worte zu fassen bräuchte ich viel zu lange, deswegen schaut mal auf den Wiki link und ich hoffe, dass ich bald ein paar Bilder hochladen kann. Es war sehr schön!

Pünktlich zum Spiel saßen wir dann in einem Hotel und konnten mit ein paar Engländern, Kiwis, Holländern und Kroaten das Spiel sehen. Dem Kommentator unterlief aber beim Anmoderieren des Spieles ein kleiner Fehler, es wurde zwar „God save the Queen“ aber nicht „Deutschland, Deutschland über alles“ gesungen. Nach dem Spiel ging es schnell zur Bushaltestelle, wo der erste Bus uns sitzen ließ und der zweite uns mitnahm.

Zagreb ist eine saubere ordentliche Stadt, man kann sie gut in einem Tag ablaufen. Manche Gebäude erinnerten uns ein wenig an Wien. An sich bekamen wir hier schon den Eindruck es wären wir schon fast in Deutschland.

Belgrad

Hallo zusammen,

(24.6/25.6) Der Nachtzug nach Belgrad fuhr 80 min später los, wir hatten ein 6er Schlafabteil reserviert und hatten Glück – wir hatten es für uns alleine. In Belgrad angekommen bezogen wir als erstes unser Hostel, welches direkt gegenüber dem Bahnhof im 6ten lag. Es war eine umgebaute Eigentumswohnung, da dies auch von nur uns bewohnt war, gönnten wir uns erstmal eine Dusche bevor es auf in die Stadt und zum Frühstück ging.

Unser Frühstück bestand aus zwei exzellenten Stücken Pizza sowie Burek, eine Art Börek, nur diesmal gönnten wir uns den Kulturbruch und bestellten es mit Schinken. Ich muss sagen der Punkt geht trotzdem an die Usta (Meister) in Istanbul.

Auf der Burg bekommt einen Überblick über die Stadt und wir planten unserer weitere Tour, da wir beide immer noch etwas angeschlagen waren, machten wir uns auf den Weg die Osmanischen Einflüsse in Belgrad zu suchen. Es gab eine Moschee und ein altes Haus, dann streunten wir ein wenig umher liefen durch die Künstler Gasse, tranken einen Mokka (heiße Schokolade, mit ganz steifer Sahne drin) und machten uns auf den Weg zur „größten“ Orthodoxen Kirche. Die Kuppel etwas größer als die Hagia Sofia aber dafür war Baubeginn im 20ten Jahrhundert… und die Bauarbeiten sind immer noch nicht abgeschlossen.

Den Abend verbrachten wir ohne große Feierei im Hostel. Am zweiten Tag widmeten wir uns den weiteren Sehenswürdigkeiten. Zemun, ein Vorort von Belgrad mit einem Turm und einer netten Donaupromenade und Ada, einer angelegten großen Insel auf der es viele Sportstätten gab (sogar einen Diamond). Abends ging es dann schon wieder zurück zum Hostel und ab zum Bahnhof.

Insgesamt präsentierte sich Belgrad uns als sehr lebenswerte Stadt. Trotz des alten Einflusses gibt es viel Leben und viele schöne Ecken zu entdecken.

Freitag, 25. Juni 2010

Skopje

Hallo zusammen,

(23.6) noch im Tiefschlaf ging es dann schon wieder los, einen Morgenspaziergang zum Bahnhof und ab nach Skopje. An der Grenze wurde uns dann mitgeteilt, dass wir noch 2 Stunden dort warten würden, da die griechische Bahn streikt. Also noch zwei Stunden Schlaf.

Ab der Grenze war dann das Wetter auch nicht mehr so schön wie in Thessaloniki, trotzdem war die Landschaft sehr schön, wir fuhren vorbei an Bergen die nur anstatt mit Schnee mit einer Wolke, die sich wie eine Decke auf sie gelegt hatte, vorbei. Der Bahnhof von Skopje war dann schon das erste High-light, ein Bau auf einer bzw. in einer Brücke, dunkel, vergilbt und irgendwie aus einer anderen Zeit. Hier ist seit 30 Jahren nichts passiert… Da wir nur den Tag dort blieben, brachten wir unser Gepäck, in den Abstellraum und machten uns auf den Weg in die Stadt.

Der erste Eindruck war schon sehr ernüchternd. Ich muss sagen, dass das Wetter auch einiges dazu beigetragen hat, ein permanenter Nieselregen kann einem schon die Laune verderben. Es wurde viel gebaut und die Architekturstile der yugoslawischen Vergangenheit waren auch noch präsent. Nett waren dafür die immer wiederkehrenden Straßenecken, an denen sich viele Kneipen an einander reihten. Als Frühstück nahmen wir dann ein Stück Hackfleisch mit Käse gefüllt dazu Pommes und ein paar Zwiebelen und ein Bier an einer dieser Straßenecken zu uns. Mahlzeit!
Auf der anderen Seite des Flusses lag das „nicht-mazedonische“ Viertel, hier waren noch die Einflüsse des Osmanischen Reiches zu spüren, so gab es ein Han (Händler-Haus,) verwinkelte Straßen etc… Es fielen uns auch immer wieder türkische Worte in der Sprache der Mazedonier auf, so sagen sie zum Beispiel auch iyi für gut. Falls wir die Laute tischübergreifende Unterhaltung beim Essen richtig verstanden haben.

Wir schlugen die Zeit bis zu unserem Zug dann mit ein bisschen Fußball schauen tot und gingen dann pünktlich zum Bahnhof, um auf den 80 minütig verspäteten Zug zu warten.

Insgesamt ist Skopje schon recht interessant, wenn man sich mit der Geschichte auseinandersetzt. Wer aber eine nette malerische Stadt erwartet, der kommt wo anders wahrscheinlich mehr auf seine Kosten. Das Landesinnere hat in mir Interesse geweckt, ich würde es gerne auch mal bereisen…

Donnerstag, 24. Juni 2010

Thessaloniki

Hallo zusammen,

unsere Fahrt begann am Otogar in Istanbul. Da wir nicht auf die zeitgemäße Wiederaufnahme des Linienzugverkehrs Istanbul-Europa vertrauen wollten, fuhren wir mit dem Bus. Dieser war ein zweistöckiger Setra und wir hatten uns Tickets für die erste Reihe oben besorgt. Da es nachts war, war es egal aber so hatten wir trotzdem eine gute Sicht während des Sonnenaufgangs in der griechischen Region Mazedonien. Wir erreichten irgendwann die Grenze und alle Passgiere mussten zur Passkontrolle, dann durften alle nicht-Türken und nicht-Griechen nochmal zur Ausfuhrkontrolle, wo unser Gepäck durchsucht wurde. Dabei war das Buspersonal auffallend unfreundlich. Wir dachten, dass man sich bei den Griechen jetzt auch mal die Türken schnappen würden, aber nichts war, alle anderen wurden nochmal kontrolliert… nach 1,5 Stunden war dann alles gegessen und wir durften weiter nach Thessaloniki fahren.

Wir wurden morgens früh in Thessaloniki ausgesetzt und mussten nicht mehr weit bis zum Hotel laufen, dort konnten wir auch sofort das Zimmer beziehen und wir machten uns auf die Stadt zu erkunden. Erst einmal etwas in den Magen und dann auf zur Burg, den Blick genießen und den Weg runter bis zum weißen Turm vorbei an jeder Menge orthodoxen Klöstern bahnen. Das Wetter spielte zum Glück mit und so wurden wir von der Sonne begleitet. Um auch kulinarisch alles mit zunehmen gab es zum Mittagessen Gyros Pita und abends folgte Tzatziki;). Als kleines High-light haben wir uns das Geburtshaus Atatürks angeschaut.

Am Nachmittag gönnten wir uns noch eine kleine Pause bevor es noch eine kleine Runde an die Promenade ging, da es ja am nächsten morgen früh weiter nach Skopje ging…




(Für alle die sich wundern, dass ich jetzt erst los fahre, diese Erlebnisse sind vom 21. und 22. Juni... der Rest folgt hoffentlich bald;;) )

Auf Wiedersehen Istanbul!

Hallo zusammen,

Unser Abschied begann schon am letzten Freitag, an dem Andreas und ich alle Freunde und Bekannte zum Fußball schauen in eine Kneipe eingeladen hatten. Leider konnten wir später am Wasser sitzend nicht den deutschen Sieg feiern, trotzdem genossen wir den Sonnenuntergang über Sultan Ahmet. Weiter ging es dann zum Taksim. Da ein Freund auf dem Weg zum Wasser von einem Hund angesprungen/angefallen wurde, gingen wir zur Vorsorge zum Krankenhaus. Long-story short: Im ersten Krankenhaus behandelt man so etwas nicht (Alman Hastanesi), im zweiten waren keine Medikamente vorhanden und im dritten behandelte man ihn nicht, da er Alkohol im Blut hatte. Zum Glück hatten wir bei den letzten beiden Krankenhäusern eine türkische Freundin mit dabei, die auch Deutsch spricht… puh. Nach 2,5 Stunden, 40 Lira Taxi Rechnungen und einem Papierzettel später, stießen wir dann wieder zu Andreas und Freunden und ließen die Nacht in Istanbul ausklingen.

Samstagnachmittag gingen wir dann auf das Efes One Love Festival, dort traten The Whitest Boy Alive, Fisherspooner und Groove Armada auf. Es war recht nett, da es auf dem Campus der Bilgi Universiät war, welcher einen sehr gepflegten Rasen hat(te). Es gab auch noch jede Menge Unterhaltung durch Kicker (auch ein 6 Mannkicker), Darts usw...

Sonntag stand der zweite Tag des Festivals an, es kamen the Ting Tings. Leider zog ein kleines Unwetter durch Istanbul, das die Wiese aufweichen ließ und viele Gäste vom Kommen abhielt.

Und dann war es auch schon Montag, nochmal kurz an der Uni vorbei, wieder merken, dass manche Stellen einfach unkoordiniert sind, auf dem kurzen Dienstwege dann doch wieder die nötige Unterschrift bekommen und ab ging es. Rucksack auf und in die Fähre zur Abschiedsnargile bei Mustafa. Die, die bei mir waren, werden ihn wahrscheinlich kennen. Es waren noch ein paar enge Freunde von uns da und so genossen wir die „letzten Züge“ in Istanbul. Es war schön sich dort zu verabschieden. Aber es ist wird ja ein Wiedersehen geben!
Dann waren die Augen auf die Fahrt nach Hause gerichtet…