Hallo zusammen,
(26.6/27.6) unser Zug nach Zagreb fuhr pünktlich ab, aber dafür war er auch stark nachgefragt. Unsere Reservierung in einem 6er Schlafabteil hatten wir glücklicherweise in Deutschland gebucht, also hatten wir ein Bett. Doch wurde diesmal auch das Abteil voll, so teilten wir 2 mal 2 mal 2,5 (m) mit einem anderen Deutschen, zwei Serben und einem Mitreisenden von ihnen, dessen Nationalität ich nicht kenne. Die Fahrt dauert 7 Stunden und wir erreichten pünktlich um halb 6 Zagreb.
Der Schlafmangel machte sich schon stark bemerkbar, deswegen wollten wir unsere Sachen schnell zum Hostel bringen. Es lag 20 min mit der Tram außerhalb. Wir legten unsere Sachen ab, gammelten 30 min rum, bevor wir wieder zum Kaffee in die Stadt fuhren. Um 9 Uhr hatten wir uns mit einem Erasmuskollegen aus Belgien, der von Wien nach Istanbul hitch hiked, verabredet. Wir trafen ihn auch pünktlich am Marktplatz und spazierten die auf der Karte eingezeichneten Routen ab und quatschen über dies und das. Da das Budget begrenzt war, kauften wir uns kroatisches Börek (welches sehr gut schmeckt und mit den Ustas mithalten könnte, aber Istanbuler Börek ist immer noch leckerer;)) und ein paar Flaschen belgisches Bier. Es war ein witziges Gefühl, in Zagreb zu sitzen, mit jemandem, mit dem man in Istanbul keine Zeit gefunden hat sich zu treffen weil man beidseitig immer auf Reisen war. Die Zeit verging schnell und wir brachten ihn noch an den Bahnhof.
Uns fiel dann auf, dass wir doch schon recht viel von Zagreb gesehen hätten und so gingen wir die Möglichkeiten, was wir am nächsten Tag machen könnten, durch. Wir stellten fest, dass wir gerne an die Plitwitzscher Seenplatte fahren wollten. So informierten wir uns bei der Touristeninformation und später auch am Busbahnhof über eventuelle Tickets.
Bevor es aber zum Bahnhof ging wollten wir unsere Tour in Zagreb mit dem Besuch des berühmten Friedhofes beenden. Dort gab es wirklich einige schöne Gräber und ich muss sagen ich war positiv von der Atmosphäre überrascht. Dann ging es zum Bahnhof.
Um Tickets am Busbahnhof zubekommen, muss man, anders als in der Türkei, zu einem zentralen Schalter, der für alle Gesellschaften verkauft, gehen. Dort sagte man uns, dass es besser sei nur die Hinfahrt zu kaufen, da man die Rückfahrt nicht garantieren könne. Wir fanden dann später heraus, dass es daran liegt, dass die Busse aus weiterweg kommen, und wenn man eine längere Strecke verkaufen kann, dann macht man das auch lieber.
Wir entschlossen uns am nächsten morgen früh hinzufahren und dann nach dem Spiel wieder zurück zufahren, irgendwie muss es ja klappen…
So fuhren wir morgens rechtzeitig zum Busbahnhof, um dann unser Ticket auf Grund von Tramverspätungen 2 min vor Abfahrt zu bekommen und zum „Peron“ zu spurten. Aber wir kamen rechtzeitig an und waren 2 Stunden später in Plitwitze. Dort machten wir die 4-stündige Tour. Es gibt dort mehrere Wasserbecken, die mit kleinen oder auch großen Wasserfällen (75m tief) verbunden sind. Man geht die ganze Zeit mehr oder weniger über Stege, die über dem Wasser verlaufen. Um die Landschaft in Worte zu fassen bräuchte ich viel zu lange, deswegen schaut mal auf den Wiki link und ich hoffe, dass ich bald ein paar Bilder hochladen kann. Es war sehr schön!
Pünktlich zum Spiel saßen wir dann in einem Hotel und konnten mit ein paar Engländern, Kiwis, Holländern und Kroaten das Spiel sehen. Dem Kommentator unterlief aber beim Anmoderieren des Spieles ein kleiner Fehler, es wurde zwar „God save the Queen“ aber nicht „Deutschland, Deutschland über alles“ gesungen. Nach dem Spiel ging es schnell zur Bushaltestelle, wo der erste Bus uns sitzen ließ und der zweite uns mitnahm.
Zagreb ist eine saubere ordentliche Stadt, man kann sie gut in einem Tag ablaufen. Manche Gebäude erinnerten uns ein wenig an Wien. An sich bekamen wir hier schon den Eindruck es wären wir schon fast in Deutschland.
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