Hallo zusammen,
(23.6) noch im Tiefschlaf ging es dann schon wieder los, einen Morgenspaziergang zum Bahnhof und ab nach Skopje. An der Grenze wurde uns dann mitgeteilt, dass wir noch 2 Stunden dort warten würden, da die griechische Bahn streikt. Also noch zwei Stunden Schlaf.
Ab der Grenze war dann das Wetter auch nicht mehr so schön wie in Thessaloniki, trotzdem war die Landschaft sehr schön, wir fuhren vorbei an Bergen die nur anstatt mit Schnee mit einer Wolke, die sich wie eine Decke auf sie gelegt hatte, vorbei. Der Bahnhof von Skopje war dann schon das erste High-light, ein Bau auf einer bzw. in einer Brücke, dunkel, vergilbt und irgendwie aus einer anderen Zeit. Hier ist seit 30 Jahren nichts passiert… Da wir nur den Tag dort blieben, brachten wir unser Gepäck, in den Abstellraum und machten uns auf den Weg in die Stadt.
Der erste Eindruck war schon sehr ernüchternd. Ich muss sagen, dass das Wetter auch einiges dazu beigetragen hat, ein permanenter Nieselregen kann einem schon die Laune verderben. Es wurde viel gebaut und die Architekturstile der yugoslawischen Vergangenheit waren auch noch präsent. Nett waren dafür die immer wiederkehrenden Straßenecken, an denen sich viele Kneipen an einander reihten. Als Frühstück nahmen wir dann ein Stück Hackfleisch mit Käse gefüllt dazu Pommes und ein paar Zwiebelen und ein Bier an einer dieser Straßenecken zu uns. Mahlzeit!
Auf der anderen Seite des Flusses lag das „nicht-mazedonische“ Viertel, hier waren noch die Einflüsse des Osmanischen Reiches zu spüren, so gab es ein Han (Händler-Haus,) verwinkelte Straßen etc… Es fielen uns auch immer wieder türkische Worte in der Sprache der Mazedonier auf, so sagen sie zum Beispiel auch iyi für gut. Falls wir die Laute tischübergreifende Unterhaltung beim Essen richtig verstanden haben.
Wir schlugen die Zeit bis zu unserem Zug dann mit ein bisschen Fußball schauen tot und gingen dann pünktlich zum Bahnhof, um auf den 80 minütig verspäteten Zug zu warten.
Insgesamt ist Skopje schon recht interessant, wenn man sich mit der Geschichte auseinandersetzt. Wer aber eine nette malerische Stadt erwartet, der kommt wo anders wahrscheinlich mehr auf seine Kosten. Das Landesinnere hat in mir Interesse geweckt, ich würde es gerne auch mal bereisen…
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