Freitag, 25. Juni 2010

Skopje

Hallo zusammen,

(23.6) noch im Tiefschlaf ging es dann schon wieder los, einen Morgenspaziergang zum Bahnhof und ab nach Skopje. An der Grenze wurde uns dann mitgeteilt, dass wir noch 2 Stunden dort warten würden, da die griechische Bahn streikt. Also noch zwei Stunden Schlaf.

Ab der Grenze war dann das Wetter auch nicht mehr so schön wie in Thessaloniki, trotzdem war die Landschaft sehr schön, wir fuhren vorbei an Bergen die nur anstatt mit Schnee mit einer Wolke, die sich wie eine Decke auf sie gelegt hatte, vorbei. Der Bahnhof von Skopje war dann schon das erste High-light, ein Bau auf einer bzw. in einer Brücke, dunkel, vergilbt und irgendwie aus einer anderen Zeit. Hier ist seit 30 Jahren nichts passiert… Da wir nur den Tag dort blieben, brachten wir unser Gepäck, in den Abstellraum und machten uns auf den Weg in die Stadt.

Der erste Eindruck war schon sehr ernüchternd. Ich muss sagen, dass das Wetter auch einiges dazu beigetragen hat, ein permanenter Nieselregen kann einem schon die Laune verderben. Es wurde viel gebaut und die Architekturstile der yugoslawischen Vergangenheit waren auch noch präsent. Nett waren dafür die immer wiederkehrenden Straßenecken, an denen sich viele Kneipen an einander reihten. Als Frühstück nahmen wir dann ein Stück Hackfleisch mit Käse gefüllt dazu Pommes und ein paar Zwiebelen und ein Bier an einer dieser Straßenecken zu uns. Mahlzeit!
Auf der anderen Seite des Flusses lag das „nicht-mazedonische“ Viertel, hier waren noch die Einflüsse des Osmanischen Reiches zu spüren, so gab es ein Han (Händler-Haus,) verwinkelte Straßen etc… Es fielen uns auch immer wieder türkische Worte in der Sprache der Mazedonier auf, so sagen sie zum Beispiel auch iyi für gut. Falls wir die Laute tischübergreifende Unterhaltung beim Essen richtig verstanden haben.

Wir schlugen die Zeit bis zu unserem Zug dann mit ein bisschen Fußball schauen tot und gingen dann pünktlich zum Bahnhof, um auf den 80 minütig verspäteten Zug zu warten.

Insgesamt ist Skopje schon recht interessant, wenn man sich mit der Geschichte auseinandersetzt. Wer aber eine nette malerische Stadt erwartet, der kommt wo anders wahrscheinlich mehr auf seine Kosten. Das Landesinnere hat in mir Interesse geweckt, ich würde es gerne auch mal bereisen…

Donnerstag, 24. Juni 2010

Thessaloniki

Hallo zusammen,

unsere Fahrt begann am Otogar in Istanbul. Da wir nicht auf die zeitgemäße Wiederaufnahme des Linienzugverkehrs Istanbul-Europa vertrauen wollten, fuhren wir mit dem Bus. Dieser war ein zweistöckiger Setra und wir hatten uns Tickets für die erste Reihe oben besorgt. Da es nachts war, war es egal aber so hatten wir trotzdem eine gute Sicht während des Sonnenaufgangs in der griechischen Region Mazedonien. Wir erreichten irgendwann die Grenze und alle Passgiere mussten zur Passkontrolle, dann durften alle nicht-Türken und nicht-Griechen nochmal zur Ausfuhrkontrolle, wo unser Gepäck durchsucht wurde. Dabei war das Buspersonal auffallend unfreundlich. Wir dachten, dass man sich bei den Griechen jetzt auch mal die Türken schnappen würden, aber nichts war, alle anderen wurden nochmal kontrolliert… nach 1,5 Stunden war dann alles gegessen und wir durften weiter nach Thessaloniki fahren.

Wir wurden morgens früh in Thessaloniki ausgesetzt und mussten nicht mehr weit bis zum Hotel laufen, dort konnten wir auch sofort das Zimmer beziehen und wir machten uns auf die Stadt zu erkunden. Erst einmal etwas in den Magen und dann auf zur Burg, den Blick genießen und den Weg runter bis zum weißen Turm vorbei an jeder Menge orthodoxen Klöstern bahnen. Das Wetter spielte zum Glück mit und so wurden wir von der Sonne begleitet. Um auch kulinarisch alles mit zunehmen gab es zum Mittagessen Gyros Pita und abends folgte Tzatziki;). Als kleines High-light haben wir uns das Geburtshaus Atatürks angeschaut.

Am Nachmittag gönnten wir uns noch eine kleine Pause bevor es noch eine kleine Runde an die Promenade ging, da es ja am nächsten morgen früh weiter nach Skopje ging…




(Für alle die sich wundern, dass ich jetzt erst los fahre, diese Erlebnisse sind vom 21. und 22. Juni... der Rest folgt hoffentlich bald;;) )

Auf Wiedersehen Istanbul!

Hallo zusammen,

Unser Abschied begann schon am letzten Freitag, an dem Andreas und ich alle Freunde und Bekannte zum Fußball schauen in eine Kneipe eingeladen hatten. Leider konnten wir später am Wasser sitzend nicht den deutschen Sieg feiern, trotzdem genossen wir den Sonnenuntergang über Sultan Ahmet. Weiter ging es dann zum Taksim. Da ein Freund auf dem Weg zum Wasser von einem Hund angesprungen/angefallen wurde, gingen wir zur Vorsorge zum Krankenhaus. Long-story short: Im ersten Krankenhaus behandelt man so etwas nicht (Alman Hastanesi), im zweiten waren keine Medikamente vorhanden und im dritten behandelte man ihn nicht, da er Alkohol im Blut hatte. Zum Glück hatten wir bei den letzten beiden Krankenhäusern eine türkische Freundin mit dabei, die auch Deutsch spricht… puh. Nach 2,5 Stunden, 40 Lira Taxi Rechnungen und einem Papierzettel später, stießen wir dann wieder zu Andreas und Freunden und ließen die Nacht in Istanbul ausklingen.

Samstagnachmittag gingen wir dann auf das Efes One Love Festival, dort traten The Whitest Boy Alive, Fisherspooner und Groove Armada auf. Es war recht nett, da es auf dem Campus der Bilgi Universiät war, welcher einen sehr gepflegten Rasen hat(te). Es gab auch noch jede Menge Unterhaltung durch Kicker (auch ein 6 Mannkicker), Darts usw...

Sonntag stand der zweite Tag des Festivals an, es kamen the Ting Tings. Leider zog ein kleines Unwetter durch Istanbul, das die Wiese aufweichen ließ und viele Gäste vom Kommen abhielt.

Und dann war es auch schon Montag, nochmal kurz an der Uni vorbei, wieder merken, dass manche Stellen einfach unkoordiniert sind, auf dem kurzen Dienstwege dann doch wieder die nötige Unterschrift bekommen und ab ging es. Rucksack auf und in die Fähre zur Abschiedsnargile bei Mustafa. Die, die bei mir waren, werden ihn wahrscheinlich kennen. Es waren noch ein paar enge Freunde von uns da und so genossen wir die „letzten Züge“ in Istanbul. Es war schön sich dort zu verabschieden. Aber es ist wird ja ein Wiedersehen geben!
Dann waren die Augen auf die Fahrt nach Hause gerichtet…

Donnerstag, 17. Juni 2010

Trabzon - Batumi - Trabzon

Hallo zusammen,

ich bin wieder zurück von unserem letzten innertürkischen Ausflugs – nach Trabzon. Trabzon liegt an der Schwarz Meer Küste, 200km entfernt von Georgien. Hat eine gute Fußballmannschaft und ist berühmt für Hamsi (ein Sardinen ähnlicher Fisch).

Wir sind am Montagabend mit dem Flieger angekommen und haben uns ein Hotel gesucht und die Stadt etwas erkundet. Da wir etwas müde waren ging es früh ins Bett, um am nächsten Tag fit zu sein, denn es ging nach Sumela. Das ist eine einstündige Busfahrt entferntes Kloster in den Bergen gelegen. Es wurde vor 700 Jahren an eine Felswand gebaut und wir haben uns gefragt, wie man das damals geschafft hat, wenn schon unser Bus im ersten Gang gut arbeiten musste, um den Weg rauf zu kommen. Viel zu sehen gibt es dort aber sonst nicht also genossen wir die Landschaft. Wir kamen noch mit ein paar Holländern ins Gespräch die, wie sollte es anders sein;), mit dem Camper unterwegs waren. Sie machten gerade eine große Tour durch die Türkei und hatten ein paar interessante Erlebnisse zu erzählen. Nach 3 Stunden ging es wieder nach Trabzon, wo wir uns noch die Ayasofia anschauten bevor es zum Bier und Fußballschauen ging.

Der dritte Tag begann um 5 30, wir machten uns auf den Weg nach Batumi, der ersten größeren Stadt auf der Georgischen Seite. Nachdem wir 2 Stunde an der Grenze auf unseren Bus gewartet hatten, erreichten wir Batumi. Der erste Eindruck – chaotisch, aufgerissene Straßen, am Busbahnhof waren viel Bettler und auf dem Straßenmarkt fühlte ich mich auch etwas deplaziert. Doch nachdem wir ein bisschen in die Innenstadt kamen, wurde es leerer und man merkte, es wurde was getan. Batumi soll touristisch mehr genutzt werden und deswegen entsteht ein riesiges Hotel an der Promenade und die Häuser waren im besseren Zustand. Dennoch blieb der Eindruck, dass Georgien arm dran ist. Innerhalb von ein paar Stunden hatten wir auch einiges gesehen, waren müde und machten uns wieder auf den Rückweg. Diesmal per Sammeltaxi und Bus…

Den letzten Tag verbrachten wir damit noch eine alte Villa und eine Picknickanlage zu besuchen. Wir merkten, dass außerhalb Istanbuls die Leute doch noch eine Ecke freundlich zu Fremden eingestellt sind. So wurden wir kurzer Hand einfach zur Pide eingeladen und mussten häufig erklären, warum wir denn Türkisch sprächen. Türken sind sehr nett und neugierig :)

Bilder gibt es wieder hier (auf Andreas Blog)

Montag, 7. Juni 2010

Safranbolu und Amasra

Hallo zusammen,

unser kurzer Wochenendausflug hat uns in das rund 500km entfernte Safranbolu geführt. Eine kleine Stadt die auf Grund ihrer Fachwerkhäuser seit 1994 UNESCO Weltkulturerbe ist. Dies ist auch in Fernost bekannt und so war die Innenstadt des touristisch gut aufgestellten Städtchens, auch gefühlt von entsprechenden Busgruppen. Wir verbrachten nette 3 Stunden dort bis es dann per netter Landstraße nach Amasra ging.

Da wir einen Leihwagen hatten konnten wir diese Flexibilität und die örtlichen Straßenverhältnisse genießen. Nichtsdestotrotz kann man sagen, dass die Straße dort ausgebaut werden soll, was man an diversen Schotterstellen vor, nach und während der Baustellen bemerken kann. Zum Glück waren die Schlaglöcher nicht so einschlägig wie auf anderen Straßen der Türkei und wir kamen sicher und ohne Pannen überall an.

Dank des Autos konnten wir dann auch zu einem kleinen entlegenden Strand fahren, um dort zu schwimmen und am nächsten Morgen zu frühstücken. Sonst ist Amasra eine nette kleine Stadt mit zwei Buchten und einer Zitadelle welche eine schöne Kulisse für den Sonnenuntergang bietet.

Freitag, 28. Mai 2010

Ein Nachtrag zur unserer Ägäis-Tour von Anfang Mai

Ägäis-Tour

Hallo zusammen,

in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag ist Mete angekommen, so konnte es am Donnerstagmorgen vor dem Berufsverkehr losgehen. Es ging über Tekirdag auf die Galipololi Halbinsel. Dort fand im ersten Weltkrieg die Schlacht um die Dardanellen statt. Die Alleierten haben es nicht geschafft die Türken von der Halbinsel zum Teil zu verdrängen. Die Schlacht dauerte achteinhalb Monate und es gab mehrere zehntausend Tote auf beiden Seiten. Eine Besonderheit war die Beteiligung von australischen und Neuseeländischen Truppen, die in den ersten Reihen für die Alleierten kämpfen mussten, ohne eigen Interessen am Krieg zu haben. Auch dieser Soldaten wird auf den Schlachtfeldern gedacht und jedes Jahr kommen viele Kiwis und Aussis um dieser zu gedenken.

Abends sind wir nach Canakale übergesetzt und haben die Nacht dort verbracht. Am Morgen ging es dann nach Troja. Wer jetzt denkt Troja – WOW – dem sei gleich gesagt, es lohnt sich gar nicht bis kaum. Die Ruinen von Troja waren von mäßigem Interesse aber das Foto mit dem Pferd durfte ja nicht fehlen.

Unsere Tour führte uns weiter nach Bozcaada, einer der wenigen Ägäis-Insel, die zur Türkei gehören. Bozcaada war ein Tipp meiner Mitbewohnerin, die uns dort auch noch eine Unterkunft organisiert hatte. Das Wetter war ein Traum und deswegen, ging es quasi direkt zum Strand. Da auf dieser Insel nur sehr wenige Touristen hatten, durften wir den Strand fast unser Eigen nennen. Das Wasser war erfrischend aber nicht kalt. Abends haben wir standesgemäß Balik-Raki (Fisch und Anis-Schnaps) am Hafen gegessen. Bozcaada produziert auch ein Drittel des türkischen Weines, dieses nahmen wir zum Anlass noch eine Flasche direkt am Wasser zu genehmigen. Es wird gesagt, dass die Lebenserwartung auf Bozcaada besonders hoch sei, wir glauben bei der Ernährung einen Grund dafür gefunden zu haben.

Das schöne Wetter ist uns am nächsten Tag nicht treu geblieben und so regnete es immer mal wieder und der Wind blies. Wir setzten unsere Reise Richtung Assos weiter fort und erreichten den kleinen Hafen am späten Nachmittag. Dieser Ort besteht quasi nur 4-5 größeren Hotels und ein paar kleinen, welche alle direkt am Wasser liegen. Auch hier herrschte nur reges Treiben, da es noch keine Saison ist. Unsere Pension lag auch direkt am Wasser und hatte einen Hauseigenen Steg. In der Nacht konnten wir die sich brechenden Wellen von unserem Fenster aus hören. Den Abend verbrachten wir auf der Mole mit Cekirdeg (Sonnenblumenkerne) essen.

Am nächsten Morgen wollte die Sonne uns wieder und so begann der Tag mit einer Runde schwimmen. Nach dem wir unser Frühstück bei Lütfü Usta (so hieß unser Wirt) gegessen hatten, schauten wir uns noch die Ruinen von Assos an. Sie liegen auf dem Berg hinter dem Hafen und haben einen schönen Ausblick über das Meer und die gegenüberliegende Insel Lesbos. Dann ging es auch schon wieder heim. Wo wir gerade noch pünktlich das Spiel Fenerbahce – Trabzon anschauen konnten. Leider war mit einem 1-1 die Meisterschaft nicht zu holen...

Hier gibt es ein paar Bilder aus Andreas Album.

Şile - eine Tag am Strand

Hallo zusammen,

knappe 2 Busstunden außerhalb von Istanbul am Schwarzen Meer liegt Şile. Eine nicht sonderlich große Stadt mit einem Leuchtturm und einem Strand, welche zu den Wochenendzielen viele Istanbuler gehört. Da gestern das Wetter wieder sehr gut war, haben wir uns entschlossen dorthin zu fahren. Nachdem wir die Existenz des Leuchtturms überprüft hatten, genossen wir den Rest unserer Zeit in der Sonne und im Wasser. Am Strand waren noch nicht so viele Badegäste, was vielleicht auf die doch noch erfrischende Wassertemperatur zu schieben ist oder einfach nur weil es Donnerstag war. Wieder ein Ausflug auf der Liste abgehakt, bald geht es schon wieder zurück...