Hallo zusammen,
am Montag sind wir pünktlich um 9 in der Uni gewesen, was sich als unnötig rausstellte, denn unser Sprachkurs fand leider nicht statt. So saßen wir schön brav eine Stunde rumm (wer hätte das gedacht - eine Stunde, in Deutschland wäre ich längst weggewesen) und haben auf den Lehrer gewartet. Die Zeit bis zur nächsten Vorlesung um 2 überbrückten wir mit Çay und etwas Leserei. Abends waren wir dann eine kleine Runde joggen. Wir haben echt Glück gehabt, dass wir so nah (3min) am Wasser wohnen und dort auch eine Parkanlage ist, sodass man nicht von Autos überfahren wird.
Heute hatten wir erst um 2 Vorlesung. Das Wetter motivierte uns diese dennoch nach der erten Pause zu verlassen und stattdessen das "Consumer Behavior" im Selbstversuch auf dem salı pazarı (Dienstags Bazar) zu analysieren. Nach einem kurzen Umweg fanden wir auch das Bazargelände, einen sehr großen Parkplatz. Über den ganzen Platz ist mit einem System aus Stangen, Planen ein Dach gespannt. Überall haben die Händler ihre Tische ordentlich in ihren Pazellen aufgebaut. Autos oder Leiferwagen, wie man sie von unseren Märkten kennt, gibt es dort nicht. Am Eingang hatten sich die Gemüsehändler aufgestellt. Die Preise waren wirklich günstig, 1 Tl für das Kilo Gurken, 1 Tl für ein Kilo Äpfel, 0,75 Tl für Tomaten etc. Nach ihnen gab es ein paar Gewürzhändler und die Kleidungsverkäufer rundeten das Bild dann ab. Auf dem Markt erledigten viele Einheimische ihren Wocheneinkauf. Wer größere Mengen an Obst und Gemüse kaufte, konnte sich eine Träger engagieren der einem alles in einem Trolly hinterherfuhr. Es war wirklich sehr angenehmer Markt, da er nicht so voll und nicht von Touristen überladen war.
Dienstag, 20. Oktober 2009
Sonntag, 18. Oktober 2009
Wochenendprogramm
Hallo zusammen,
zack und wieder ist ein Wochenende rumm. Wir haben die letzten Tage genutzt und haben mit Andreas Eltern noch Programm gemacht. Dolma Bahce und Bienal waren am Freitag dran, da das Wetter nicht mehr so gut zum draußen sein war. Am Dolma Bahce konnten wir wieder feststellen wie gut es ist ein türkischer Studenten zu sein. Anstatt an der normalen Kasse sich in die Schlange zu stellen, haben wir uns in die nicht existente Schlange vor dem Schalter für angemeldete Touren gestellt, unseren Studentenausweis gezeigt und waren innerhalb von 30 Sekunden drin. Naja ein bisschen dreist war es schon.
Die Bienal war überraschend interessant. Man muss sich aber wirklich mehrere Tage Zeit nehmen. Alles in 2 Stunden zu sehen und zu verstehen klappt nicht, es ist einfach zu viel. Wir werden wohl nochmal hingehen und ich freue mich schon.
Am Samstag habe ich einfach mal etwas ausgeschlafen und eine Hausaufgabe gemacht. Da meine Mitbewohner noch gepennt haben (13 Uhr) bin ich dann erstmal in die Stadt und habe ein Frühstück eingekauft. Als ich dann um 14:30 mit den Vorbereitungen begann wurden sie auch so langsam lebendig. Abends haben wir Mete, der ja wieder nach Karlsruhe muss, verabschiedet.
Heute sind wir zu unserem ersten Film des Filmfestivals gegangen - Captalism von Michael Moore. Zu Beginn hatten wir eine paar kleine Schwierigkeiten bezüglich der Nummerierungen der Sitze und des Abstellens unserer Beine zu beheben, konnten aber dann entspannt einen interessanten Moore-Film sehen. Das frühe Aufstehen hatte sich also gelohnt. Dannach ging es ab zum Kumpir essen nach Ortaköy. Kumpir ist eine große Ofenkartoffel die aufgeschnitten wird und mit verschiedenen Sachen z.B. Mais, Oliven, Würstchen, gefüllt wird. Zum Abschluss sind wir dann noch mit dem Bus am Bosporus entlang bis zur zweiten Brücke und wieder zurück getingelt. Zum Abschluss des Abends erwischten wir einen "starken" Dolmusfahrer (Sammeltaxi). Mit einem neuen Dolmus war die Strecke vom Taksim Platz nach Kadiköy deutlich unter 20 min erledigt.
Diese Woche erwarten uns noch ein paar Filme, vielleicht wird es ja jetzt etwas ruhiger...
zack und wieder ist ein Wochenende rumm. Wir haben die letzten Tage genutzt und haben mit Andreas Eltern noch Programm gemacht. Dolma Bahce und Bienal waren am Freitag dran, da das Wetter nicht mehr so gut zum draußen sein war. Am Dolma Bahce konnten wir wieder feststellen wie gut es ist ein türkischer Studenten zu sein. Anstatt an der normalen Kasse sich in die Schlange zu stellen, haben wir uns in die nicht existente Schlange vor dem Schalter für angemeldete Touren gestellt, unseren Studentenausweis gezeigt und waren innerhalb von 30 Sekunden drin. Naja ein bisschen dreist war es schon.
Die Bienal war überraschend interessant. Man muss sich aber wirklich mehrere Tage Zeit nehmen. Alles in 2 Stunden zu sehen und zu verstehen klappt nicht, es ist einfach zu viel. Wir werden wohl nochmal hingehen und ich freue mich schon.
Am Samstag habe ich einfach mal etwas ausgeschlafen und eine Hausaufgabe gemacht. Da meine Mitbewohner noch gepennt haben (13 Uhr) bin ich dann erstmal in die Stadt und habe ein Frühstück eingekauft. Als ich dann um 14:30 mit den Vorbereitungen begann wurden sie auch so langsam lebendig. Abends haben wir Mete, der ja wieder nach Karlsruhe muss, verabschiedet.
Heute sind wir zu unserem ersten Film des Filmfestivals gegangen - Captalism von Michael Moore. Zu Beginn hatten wir eine paar kleine Schwierigkeiten bezüglich der Nummerierungen der Sitze und des Abstellens unserer Beine zu beheben, konnten aber dann entspannt einen interessanten Moore-Film sehen. Das frühe Aufstehen hatte sich also gelohnt. Dannach ging es ab zum Kumpir essen nach Ortaköy. Kumpir ist eine große Ofenkartoffel die aufgeschnitten wird und mit verschiedenen Sachen z.B. Mais, Oliven, Würstchen, gefüllt wird. Zum Abschluss sind wir dann noch mit dem Bus am Bosporus entlang bis zur zweiten Brücke und wieder zurück getingelt. Zum Abschluss des Abends erwischten wir einen "starken" Dolmusfahrer (Sammeltaxi). Mit einem neuen Dolmus war die Strecke vom Taksim Platz nach Kadiköy deutlich unter 20 min erledigt.
Diese Woche erwarten uns noch ein paar Filme, vielleicht wird es ja jetzt etwas ruhiger...
Donnerstag, 15. Oktober 2009
Wetterumschwung
Hallo zusammen,
da Andreas Eltern heute auf der asiatische Seite zu Besuch waren, sind wir auf der Promenade von Moda spazieren gegangen. Es sah dort wüst aus, kleine Steine lagen auf dem Weg und es roch stark nach Meer. Normalerweise liegt dort auch ein Schiffswrack, ein altes Schifferboot, vor der Küste. Aber heute lag es in seinen Einzelteilen oben auf der Mole. Sie ist ungefähr drei Meter hoch und ich war echt froh, dass ich gestern nicht auf dem Wasser gewesen bin. Als ob der Himmel tat, als wäre er es nicht gewesen, schien die Sonne und es war tagsüber lange keine Wolke zu sehen. Es war aber merklich kühler und ich war froh mal nen Fleece bei mir zu haben. Man merkt, dass auch nun bei uns der Wtterumschwung kommt und die Shorts-Tage zu Ende gehen.
da Andreas Eltern heute auf der asiatische Seite zu Besuch waren, sind wir auf der Promenade von Moda spazieren gegangen. Es sah dort wüst aus, kleine Steine lagen auf dem Weg und es roch stark nach Meer. Normalerweise liegt dort auch ein Schiffswrack, ein altes Schifferboot, vor der Küste. Aber heute lag es in seinen Einzelteilen oben auf der Mole. Sie ist ungefähr drei Meter hoch und ich war echt froh, dass ich gestern nicht auf dem Wasser gewesen bin. Als ob der Himmel tat, als wäre er es nicht gewesen, schien die Sonne und es war tagsüber lange keine Wolke zu sehen. Es war aber merklich kühler und ich war froh mal nen Fleece bei mir zu haben. Man merkt, dass auch nun bei uns der Wtterumschwung kommt und die Shorts-Tage zu Ende gehen.
Dienstag, 13. Oktober 2009
Istanbul eine Stadt mit vielen Gesichtern
Hallo zusammen,
der Besuch meines Vaters war sehr schön. Um das ganze Programm aufzuschreiben, bräuchte ich aber bestimmt wieder mehrere Seiten deswegen beschränke ich mich auf ein paar Highlights.
Eines war der Spaziergang von Eyüp über Balat und Fener bis zur Blauen Moschee, den wir mit Andreas und seinen Eltern und unserem Führer Mete gemacht haben. Wir waren 5 Stunden unterwegs. Es ging durch eher konservative Viertel mit verschleierten Frauen und Männern in traditioneller Kleidung, vorbei an kleinen Einkaufläden über Straßen über denen die Wäsche vom einen Haus zum anderen hingen und auf denen Kinder spielten. Wir haben viel Moscheen besucht. Sie strahlen doch etwas Ruhe in dem sonst so hektischen Istnabul aus. Mete hat uns gut geführt und so haben wir dann abends das eher touristische Viertel Sultan Ahmet erreicht. Und wie sollte es auch anders sein führte unser Weg dann doch zum Schluß zu Mustafa. Er ist der Kohlenbeauftragter der Nargilebar, wer wissen will was das genau ist der soll vorbeikommen, man kann es nicht so einfach in Worte fassen;)
Beeindruckend war es auch am Freitag in der Nacht durch das selbe Viertel zu gehen. Tagsüber sind dort 2 Millionen Menschen, die dort arbeiten oder Touristen, die sich die Sehenswürdigkeiten anschauen. Aber dort wohnen nur 50.000 wirklich, der Rest verlässt abends die historische Halbinsel oder ist zum Feiern in Beyoglu auf der anderen Seite des Golden Horns. Dann kann man durch die sonst so bevölkerten Straßen vorbei an den tausenden Läden laufen. Total anders als auf der Istiklal auf der nachts noch mehr los ist als am Tag. Diese Stadt hat einfach viele faszinierende Gesichter...
Natürlich habe ich mit ihm auch die Hagia Sophia besucht und ein paar Leckereien gegessen. Ein bisschen Touri musste ja sein.
Gestern hatten wir wieder Uni und wir konnten glücklicherweise unsere Koordinatorin erreichen. Sie wird versuchen uns bei der Aufenthaltsgenehmigung zu helfen. Abends musste ich dann erstmal etwas Ordnung in meine Sachen bekommen, nachdem mir mein Vater doch einiges mitgebracht hat was verstaut werden wollte. Ich habe am Wochenende auch W-Lan installiert und so kann ich endlich auch gleichzeitig mit meinen Mitbewohnern im Netz sein. Man merkt schon wie sehr man von diesem Internet abhängig ist...
Heute musste ich eine Hausaufgabe vorbereiten. So langsam fängt auch die Uni richtig an...
der Besuch meines Vaters war sehr schön. Um das ganze Programm aufzuschreiben, bräuchte ich aber bestimmt wieder mehrere Seiten deswegen beschränke ich mich auf ein paar Highlights.
Eines war der Spaziergang von Eyüp über Balat und Fener bis zur Blauen Moschee, den wir mit Andreas und seinen Eltern und unserem Führer Mete gemacht haben. Wir waren 5 Stunden unterwegs. Es ging durch eher konservative Viertel mit verschleierten Frauen und Männern in traditioneller Kleidung, vorbei an kleinen Einkaufläden über Straßen über denen die Wäsche vom einen Haus zum anderen hingen und auf denen Kinder spielten. Wir haben viel Moscheen besucht. Sie strahlen doch etwas Ruhe in dem sonst so hektischen Istnabul aus. Mete hat uns gut geführt und so haben wir dann abends das eher touristische Viertel Sultan Ahmet erreicht. Und wie sollte es auch anders sein führte unser Weg dann doch zum Schluß zu Mustafa. Er ist der Kohlenbeauftragter der Nargilebar, wer wissen will was das genau ist der soll vorbeikommen, man kann es nicht so einfach in Worte fassen;)
Beeindruckend war es auch am Freitag in der Nacht durch das selbe Viertel zu gehen. Tagsüber sind dort 2 Millionen Menschen, die dort arbeiten oder Touristen, die sich die Sehenswürdigkeiten anschauen. Aber dort wohnen nur 50.000 wirklich, der Rest verlässt abends die historische Halbinsel oder ist zum Feiern in Beyoglu auf der anderen Seite des Golden Horns. Dann kann man durch die sonst so bevölkerten Straßen vorbei an den tausenden Läden laufen. Total anders als auf der Istiklal auf der nachts noch mehr los ist als am Tag. Diese Stadt hat einfach viele faszinierende Gesichter...
Natürlich habe ich mit ihm auch die Hagia Sophia besucht und ein paar Leckereien gegessen. Ein bisschen Touri musste ja sein.
Gestern hatten wir wieder Uni und wir konnten glücklicherweise unsere Koordinatorin erreichen. Sie wird versuchen uns bei der Aufenthaltsgenehmigung zu helfen. Abends musste ich dann erstmal etwas Ordnung in meine Sachen bekommen, nachdem mir mein Vater doch einiges mitgebracht hat was verstaut werden wollte. Ich habe am Wochenende auch W-Lan installiert und so kann ich endlich auch gleichzeitig mit meinen Mitbewohnern im Netz sein. Man merkt schon wie sehr man von diesem Internet abhängig ist...
Heute musste ich eine Hausaufgabe vorbereiten. So langsam fängt auch die Uni richtig an...
Donnerstag, 8. Oktober 2009
Guten Morgen,
die Safari durch den Jungle der Behördengänge ging wieder weiter. Man gab mir ja für Dienstag einen Termin, um die Residence Permit abzuholen. Pünktlich um 8 war ich auch dort und konnte um 9 dann auch mit den entsprechenden Beamten sprechen, um dann gesagt zu bekommen, dass es noch nicht fertig sei. Dann bin ich wieder meinen Weg zurück gefahren der in der Rushhour einfach nochmal doppelt so viel Spaß macht. Ich glaube, Tokyoer U-Bahn fühlt sich so an. Damit sich meine kleine Reise trotzdem lohnte hab ich mir dann eine Müze Kart besorgt. Sie kostet einmalig für türkische Studenten 10 Lira und ermöglicht freien Eintritt in 300 Museen Türkei weit. Dann ging es auch wieder ab zur Uni und 2 Vorlesungen bis um 4. Irgendwie sind manche Vorlesungen für 3 Stunden angesetzt aber es passiert einfach mal, dass sie schon nach zweien vorbei sind. So hatte ich noch ein paar Stunden Zeit um mich eine Runde aufs Ohr zu hauen bevor es wieder ein International Club meeting in einer Kneipe gab.
Gestern ging es wieder fröhlich zu normalen Zeiten in die Uni. Zu unserer Freude war auch wieder die Vorlesung nach 2 statt 3 Stunden aus und wir düsten auf die europäische Seite, um wieder in die Ausländerbehörde zu eiern. Die Permit war auch fertig und alles ging ganz schnell. Aber leider ist unsere Residence Permit nur bis Februar gültig, also müssen wir nochmal hin und das klären. Da brauchen wir dann wieder einen neuen Termin. Ich bin wirklich sehr gespannt was das noch gibt. Aber eigentlich sind wir nicht für das Ikamet rübergefahren sondern um mit der Kart Müze uns den Topkapi Palast anzuschauen. Das war ganz nett, ins Harem, dem angeblich schönsten Teil, sind wir aber noch nicht gegangen. Gehen bestimmt nochmal rein - kost ja nix;). Abends waren wir dann bei Saras Abschiedsessen. Es gab wieder viele Köstlichkeiten und sogar unsere Lehrerin war da.
Heute ist das Wetter einfach wieder traumhaft. Nachmittags werde ich dann meinen Vater vom Flughafen abholen...
die Safari durch den Jungle der Behördengänge ging wieder weiter. Man gab mir ja für Dienstag einen Termin, um die Residence Permit abzuholen. Pünktlich um 8 war ich auch dort und konnte um 9 dann auch mit den entsprechenden Beamten sprechen, um dann gesagt zu bekommen, dass es noch nicht fertig sei. Dann bin ich wieder meinen Weg zurück gefahren der in der Rushhour einfach nochmal doppelt so viel Spaß macht. Ich glaube, Tokyoer U-Bahn fühlt sich so an. Damit sich meine kleine Reise trotzdem lohnte hab ich mir dann eine Müze Kart besorgt. Sie kostet einmalig für türkische Studenten 10 Lira und ermöglicht freien Eintritt in 300 Museen Türkei weit. Dann ging es auch wieder ab zur Uni und 2 Vorlesungen bis um 4. Irgendwie sind manche Vorlesungen für 3 Stunden angesetzt aber es passiert einfach mal, dass sie schon nach zweien vorbei sind. So hatte ich noch ein paar Stunden Zeit um mich eine Runde aufs Ohr zu hauen bevor es wieder ein International Club meeting in einer Kneipe gab.
Gestern ging es wieder fröhlich zu normalen Zeiten in die Uni. Zu unserer Freude war auch wieder die Vorlesung nach 2 statt 3 Stunden aus und wir düsten auf die europäische Seite, um wieder in die Ausländerbehörde zu eiern. Die Permit war auch fertig und alles ging ganz schnell. Aber leider ist unsere Residence Permit nur bis Februar gültig, also müssen wir nochmal hin und das klären. Da brauchen wir dann wieder einen neuen Termin. Ich bin wirklich sehr gespannt was das noch gibt. Aber eigentlich sind wir nicht für das Ikamet rübergefahren sondern um mit der Kart Müze uns den Topkapi Palast anzuschauen. Das war ganz nett, ins Harem, dem angeblich schönsten Teil, sind wir aber noch nicht gegangen. Gehen bestimmt nochmal rein - kost ja nix;). Abends waren wir dann bei Saras Abschiedsessen. Es gab wieder viele Köstlichkeiten und sogar unsere Lehrerin war da.
Heute ist das Wetter einfach wieder traumhaft. Nachmittags werde ich dann meinen Vater vom Flughafen abholen...
Montag, 5. Oktober 2009
Hallo zusammen,
jetzt versuch ich einfach mal über einen kürzeren Zeitraum zuschreiben, vielleicht werden es dann mal keine Romane;)
Sonntagabend war das Spiel Fenerbahce gegen Genclerbirligi. Das Stadion befindet sich ungefähr 20 Fußminuten von meiner Wohnung. Wir waren relativ früh dort, um noch gute Plätze zu bekommen. Das Stadion war nicht ausverkauft, trotzdem war die Stimmung gut. Leider haben wir kaum ein Wort verstanden was so gerufen wurde. Das Spiel endete 3 - 0 für Fener und so gabs dann auch was zu feiern. Wir haben uns nachdem Spiel noch auf nen Bier von Saras Vater nach Cadde Bostan fahren lassen. Auf dem Rückweg hat dann eine Passagierin ihren Ring im Dolmus verloren, was bedeutete, dass alles aus dem Dolmus raus sind und der Ring erstmal gesucht wurde. Er fand sich dann auch glücklicherweise nach 10 min.
Heute morgen ging es schon früh raus, da wir einen Termin für unsere Aufenthaltsgenehmigung hatten. Also um 6 30 auf die Fähre, in die Tram und dann in die Metro und ab zur Ausländerpolizei. Dort waren wir dann auch pünktlich 30 min bevor sie aufmachen. Man musste dort aus Sicherheitsgründen auf der Straßenseite gegenüber warten. Als wir dann drinnen waren, wurden unsere Unterlagen, nach relativ kurzer Wartezeit (insgesamt vielleicht eine Stunde), ohne Belange angenommen. Da ist schon mal ganz gut, denn es heißt zwar Ausländerpolizei aber das heißt in keinem Falle, dass alle Englisch sprechen (ist aber auch normal, bei uns spricht man auch nicht unbedingt Englisch auf dem Amt)... aber es hat ja alles geklappt. Dann ging es wieder ab zur Uni den ganzen Weg zurück (1 1/4 Stunde), wo dann wieder eine Vorlesung irgendwie nicht in ihrem Raum statt gefunden hat. Also konnten wir nur auf die nächste warten. Nach der Uni hatten wir ein Erasmus-welcome-meeting was gut gemeint war, doch eher vor 2 Wochen hätte stattfinden sollen. Danach ging es ganz in unsere Nähe zum gemeinsamen Biertrinken. Da ich morgen aber wieder früh raus muss blieb es nur bei einem...
So jetzt kommt einfach mal so ein kontextfreies Erlebnis aus der Rubrik "aha":
Irgendwann waren Andreas und ich wieder einmal auf dem Weg von den Fähranlegern zu uns nach Hause. Dabei kamen wir an einer, von Bussen Taxen und Dolmusen viel befahrenen, Straße vorbei. Auf einmal hörten wir Sirenen wie von einem Krankenwagen, doch wir sahen keinen. Anstelle dessen fuhr ein Fahrrad, was mit mehreren Lautsprechern ausgestattet war, mitten durch das Getümmel... Keine schlechte Idee! Ich glaube aber, dass der Fahrer bestimmt irgendwann hörgeschädigt ist.
jetzt versuch ich einfach mal über einen kürzeren Zeitraum zuschreiben, vielleicht werden es dann mal keine Romane;)
Sonntagabend war das Spiel Fenerbahce gegen Genclerbirligi. Das Stadion befindet sich ungefähr 20 Fußminuten von meiner Wohnung. Wir waren relativ früh dort, um noch gute Plätze zu bekommen. Das Stadion war nicht ausverkauft, trotzdem war die Stimmung gut. Leider haben wir kaum ein Wort verstanden was so gerufen wurde. Das Spiel endete 3 - 0 für Fener und so gabs dann auch was zu feiern. Wir haben uns nachdem Spiel noch auf nen Bier von Saras Vater nach Cadde Bostan fahren lassen. Auf dem Rückweg hat dann eine Passagierin ihren Ring im Dolmus verloren, was bedeutete, dass alles aus dem Dolmus raus sind und der Ring erstmal gesucht wurde. Er fand sich dann auch glücklicherweise nach 10 min.
Heute morgen ging es schon früh raus, da wir einen Termin für unsere Aufenthaltsgenehmigung hatten. Also um 6 30 auf die Fähre, in die Tram und dann in die Metro und ab zur Ausländerpolizei. Dort waren wir dann auch pünktlich 30 min bevor sie aufmachen. Man musste dort aus Sicherheitsgründen auf der Straßenseite gegenüber warten. Als wir dann drinnen waren, wurden unsere Unterlagen, nach relativ kurzer Wartezeit (insgesamt vielleicht eine Stunde), ohne Belange angenommen. Da ist schon mal ganz gut, denn es heißt zwar Ausländerpolizei aber das heißt in keinem Falle, dass alle Englisch sprechen (ist aber auch normal, bei uns spricht man auch nicht unbedingt Englisch auf dem Amt)... aber es hat ja alles geklappt. Dann ging es wieder ab zur Uni den ganzen Weg zurück (1 1/4 Stunde), wo dann wieder eine Vorlesung irgendwie nicht in ihrem Raum statt gefunden hat. Also konnten wir nur auf die nächste warten. Nach der Uni hatten wir ein Erasmus-welcome-meeting was gut gemeint war, doch eher vor 2 Wochen hätte stattfinden sollen. Danach ging es ganz in unsere Nähe zum gemeinsamen Biertrinken. Da ich morgen aber wieder früh raus muss blieb es nur bei einem...
So jetzt kommt einfach mal so ein kontextfreies Erlebnis aus der Rubrik "aha":
Irgendwann waren Andreas und ich wieder einmal auf dem Weg von den Fähranlegern zu uns nach Hause. Dabei kamen wir an einer, von Bussen Taxen und Dolmusen viel befahrenen, Straße vorbei. Auf einmal hörten wir Sirenen wie von einem Krankenwagen, doch wir sahen keinen. Anstelle dessen fuhr ein Fahrrad, was mit mehreren Lautsprechern ausgestattet war, mitten durch das Getümmel... Keine schlechte Idee! Ich glaube aber, dass der Fahrer bestimmt irgendwann hörgeschädigt ist.
Sonntag, 4. Oktober 2009
Hallo zusammen,
Die erste Woche Uni ist nun vorbei und wir haben einiges erlebt:
- Die Vorlesungen und Professoren:
Insgesamt konnten wir drei Vorlesungen besuchen. Sie dauerten jeweils ungefähr 3 Zeitstunden. Allesamt waren sie recht unterschiedlich, manche Profs konnten wir gut verstehen, bei anderen viel es uns eher schwer den Übergang ins Türkische rauszuhören (was aber größten Teils an der Stimme des Profs lag). Das Türkisch zwischendurch gesprochen wird ist normal, aber nur wenn der Prof meint, dass die Studenten es nicht verstanden haben. Insgesamt sind die Vorlesung hier verschulter, die Profs fragen nach den Namen der Studenten wenn sie etwas nachfragen, es werden Witze gemacht und die Profs sind näher beim Studenten.
- Organisation:
Viel fragen hilft viel! Man kennt uns nun mittlerweile in den Betreungsstellen weil wir häufig dort sind um dies und das zu erfahren. Aber so fern sie können versuchen sie einem auch zu helfen.
-Campus:
Der Campus ist ein mit Stacheldrahtumzäuntes Gelände. Es ist der größte Campus der Marmara Universität (es gibt mehrere in ganz Istanbul). Die Gebäude sind nicht das Neuste aber sie haben das was sie brauchen. Es gibt auch eine Yemekhane (Mensa), dort kann man für umgerechnet 75 Cent ein Mittagessen bekommen. Es gibt nur ein Essen für alle das auf mehreren Stockwerken ausgeteilt wird. Man stellt sich an, nimmt sich ein Tablett und hält dieses dann in kleine Öffnungen einer Austeilstation. Ohne sehen zu können wer einem das Essen gibt, werden dann die Vertiefungen im Tablett mit den Speisen gefüllt. Wasser und Brot stehen auf den Tischen. Wir haben uns entschieden die Mensa eher selten zu besuchen.
Soviel erstmal zu Uni. Ihr fragt euch bestimmt, wenn wir nur bei 3 Vorlesungen waren was haben wir denn sonst gemacht?
Wir haben uns ein Akbill versucht zu besorgen. Ein Akbill ist eine Karte mit kleinem aufgeklebten Chip mit dem man alle öffentliche Nahverkehrsmittel bezahlen kann. Eine Fahrt mit einem Verkehrsmittel kostet 1,50 TL und jede weitere Anschlussfahrt 0,75 TL egal wie weit man fährt. Für Studenten gibt es einen speziellen Chip mit Sondertarifen (man zahlt nur ungefähr die Hälfte). Es ist zwar im Vergleich zu Deutschland super günstig, aber man gibt hier einen ordentlich Batzen Geld für die Fahrerei aus.

Um das Akbill zubekommen mussten wir zu einer bestimmten Behörde, welche sich auf einem alten Fabrikgelände befand. Dort warteten bestimmt 300 Leute auf die Austellung von ihren Akbills. Nach 3 Stunden hatten wir dann auch unsere Karte, jetzt müssen wir nur noch den Chip an einem Akbillkiosk aufkleben lassen. Leider sind alle Chips in Istanbul ausverkauft. Wir hoffen am Montag einen zu bekommen.
Während unseres Wartens viel uns unter den fast ausschlichen Türken auch eine blonde Deutsche auf sie hatte es gemanaged 1 Stunde nach uns zu kommen und 10 min nach uns fertig zu sein. Wir kamen daraufhin auch ins Gespräch und sie erklärten einen Polizisten gefragt zu haben, welcher ihr eine niedrige Wartenummer besorgt habe. Es hat also alles Vor- und Nachteile.
Außerdem haben wir die Woche noch den Dolma Bahce Palast besucht. Wir wollten uns eigentlich nur ein bischen informieren, über die Müze Kart, eine Karte die man als Türke bekommen kann und einem einen sehr günstigen Museeumseintritt ermöglicht.
Als wir dann an der Kasse standen und nach dem Eintrittspreis für uns Studenten gefragt hieß es 2 Lira bitte für uns beide (anstatt irgendwas um die 10-20 TL). Da sind wir dann auch mal schnell rein. Man muss den Dolma Bahce mal gesehen haben. Leider hat man im Palast wenig Zeit sich alles genau anzusehen. Vorallem die vielen Gemälde muss man einfach neben sich liegen lassen und der Führung folgen. Wir hatten Glück und hatten eine selten deutsche Führung, die sehr klein war. So hatten wir wenigestens Platz alles zu beschauen. An der Führung nahmen auch noch andere interessante Personen teil. Der Abenteurindividualtourist mit langen Haaren braun gebrannt im Muscelshirt bis hin zum jungen Pärchen, bei dem der Mann leider die Lockerheit und den Sinn für Humor irgendwo im Reisekoffer vergessen hatte.
Am Samstag haben wir dann die Istanbul Modern besucht. Da gab es dann abgefahrene Sache zu sehen aber auch recht interessante Dinge. Wir haben keine Erwartungen an sie gestellt und wurden psoitiv überrascht. Es gibt wirklich sehr gute Sachen zusehen.
Abends waren wir bei einem Neuseeländer (und seiner Familie) aus dem Sprachkurs eingeladen. Mit ihnen werden wir auch heute abend zu einem Fenerbahcespiel gehen...
Die erste Woche Uni ist nun vorbei und wir haben einiges erlebt:
- Die Vorlesungen und Professoren:
Insgesamt konnten wir drei Vorlesungen besuchen. Sie dauerten jeweils ungefähr 3 Zeitstunden. Allesamt waren sie recht unterschiedlich, manche Profs konnten wir gut verstehen, bei anderen viel es uns eher schwer den Übergang ins Türkische rauszuhören (was aber größten Teils an der Stimme des Profs lag). Das Türkisch zwischendurch gesprochen wird ist normal, aber nur wenn der Prof meint, dass die Studenten es nicht verstanden haben. Insgesamt sind die Vorlesung hier verschulter, die Profs fragen nach den Namen der Studenten wenn sie etwas nachfragen, es werden Witze gemacht und die Profs sind näher beim Studenten.
- Organisation:
Viel fragen hilft viel! Man kennt uns nun mittlerweile in den Betreungsstellen weil wir häufig dort sind um dies und das zu erfahren. Aber so fern sie können versuchen sie einem auch zu helfen.
-Campus:
Der Campus ist ein mit Stacheldrahtumzäuntes Gelände. Es ist der größte Campus der Marmara Universität (es gibt mehrere in ganz Istanbul). Die Gebäude sind nicht das Neuste aber sie haben das was sie brauchen. Es gibt auch eine Yemekhane (Mensa), dort kann man für umgerechnet 75 Cent ein Mittagessen bekommen. Es gibt nur ein Essen für alle das auf mehreren Stockwerken ausgeteilt wird. Man stellt sich an, nimmt sich ein Tablett und hält dieses dann in kleine Öffnungen einer Austeilstation. Ohne sehen zu können wer einem das Essen gibt, werden dann die Vertiefungen im Tablett mit den Speisen gefüllt. Wasser und Brot stehen auf den Tischen. Wir haben uns entschieden die Mensa eher selten zu besuchen.
Soviel erstmal zu Uni. Ihr fragt euch bestimmt, wenn wir nur bei 3 Vorlesungen waren was haben wir denn sonst gemacht?
Wir haben uns ein Akbill versucht zu besorgen. Ein Akbill ist eine Karte mit kleinem aufgeklebten Chip mit dem man alle öffentliche Nahverkehrsmittel bezahlen kann. Eine Fahrt mit einem Verkehrsmittel kostet 1,50 TL und jede weitere Anschlussfahrt 0,75 TL egal wie weit man fährt. Für Studenten gibt es einen speziellen Chip mit Sondertarifen (man zahlt nur ungefähr die Hälfte). Es ist zwar im Vergleich zu Deutschland super günstig, aber man gibt hier einen ordentlich Batzen Geld für die Fahrerei aus.
Um das Akbill zubekommen mussten wir zu einer bestimmten Behörde, welche sich auf einem alten Fabrikgelände befand. Dort warteten bestimmt 300 Leute auf die Austellung von ihren Akbills. Nach 3 Stunden hatten wir dann auch unsere Karte, jetzt müssen wir nur noch den Chip an einem Akbillkiosk aufkleben lassen. Leider sind alle Chips in Istanbul ausverkauft. Wir hoffen am Montag einen zu bekommen.
Während unseres Wartens viel uns unter den fast ausschlichen Türken auch eine blonde Deutsche auf sie hatte es gemanaged 1 Stunde nach uns zu kommen und 10 min nach uns fertig zu sein. Wir kamen daraufhin auch ins Gespräch und sie erklärten einen Polizisten gefragt zu haben, welcher ihr eine niedrige Wartenummer besorgt habe. Es hat also alles Vor- und Nachteile.
Außerdem haben wir die Woche noch den Dolma Bahce Palast besucht. Wir wollten uns eigentlich nur ein bischen informieren, über die Müze Kart, eine Karte die man als Türke bekommen kann und einem einen sehr günstigen Museeumseintritt ermöglicht.
Am Samstag haben wir dann die Istanbul Modern besucht. Da gab es dann abgefahrene Sache zu sehen aber auch recht interessante Dinge. Wir haben keine Erwartungen an sie gestellt und wurden psoitiv überrascht. Es gibt wirklich sehr gute Sachen zusehen.
Abends waren wir bei einem Neuseeländer (und seiner Familie) aus dem Sprachkurs eingeladen. Mit ihnen werden wir auch heute abend zu einem Fenerbahcespiel gehen...
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